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PapageifischGroß, bunt und schön anzusehen sind sie - die Papageifische. Sie kommen nur in tropischen Gewässern vor und gehören zu den typischen Riffbewohnern. Die meisten Arten bedienen sich der Korallen als Nahrung und sind somit "korallenschädlich". Man sollte meinen, dass sie wegen ihrer Größe und ihrem starken Gebiss wenig Feinde haben. Doch Haie aber auch Muränen freuen sich über so eine üppige Mahlzeit.

Nachts wenn sie schlafen, sind sie angreifbar. Genau die Zeit wo Haie und Muränen auf Beutesuche unterwegs sind. Aber auch die kleinen Parasiten freuen sich, wenn ein Papageifisch ruhig beim Schlafen ist. Da gilt es sich geschickt zu schützen.

Doch wie schützt man sich im Schlaf?

Jeden Abend suchen sich die Papageifische eine Riffspalte oder eine kleine Höhle, um dort die Nacht zu verbringen. Doch damit ist es nicht getan, danach beginnen die Fische vom Maul ausgehend eine fast durchsichtige gallertartige Masse auszuscheiden. Nach 45-60 Minuten umschließt diese Masse ihren ganzen Körper und danach schlafen sie ein.
Dieser Kokon bildet eine Art Schutzwall. Werden sie gestört und müssen fliehen, bauen sie sich durchaus auch mehrmals in einer Nacht mit diesen Aufwand einen solchen Kokon. Bisher nahm man an, dass dieser Schutzwall den potentiellen Feinden wie Muränen oder Haien das auffinden erschweren soll. Kugelkopf Papageifisch

Neuste wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass dieser Kokon wohl hauptsächlich dazu dient Parasiten wie zum Beispiel blutsaugende Asseln den Angriff auf den Fisch zu erschweren. Die Schleimhülle verdeckt möglicherweise Geruchssignale die die Parasiten zum Aufspüren ihrer Opfer benötigen oder wirkt als physikalische oder chemische Barriere. Die Theorie, sich so vor Muränen oder Haien zu schützen ist wohl nur ein kleiner Nebeneffekt der zumindest bei Haien sehr wahrscheinlich uneffektiv ist. Haie spüren ihre Beute auch über elektrische Signale auf, ein Kokon kann solche Signale aber nicht abschirmen.
Am Tag lassen sich die Papageifische gern von Putzerfischen von ihren lästigen Parasiten befreien.
Nachts, wenn die Putzerfische schlafen, schützen sie sich eben durch ihren ganz persönlichen Schlafsack.

Foto unten: Kugelkopf Papageifisch (Chlorurus sordidus) in seinen Kokon (Foto: Beno Bernges)
Literatur:

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Der König sucht den Mann fürs Töchterlein. Ein fescher Taucher ohne Furcht soll es sein.
Er wirft einen Groschen die Klippe hinab. Sie sinkt auf den Boden der Klärgrube ab.
Wer den Zaster kann mir heben soll mit meiner Tochter leben.
Wer wagt es Ritter oder Knappe zu tauchen in der brodelnden Kacke.
Die Menge um ihn herum glotzt ihn an still und stumm.
Und alle sehen voller Grausen hinab auf das widerliche Brausen.
Der alte König fragt wütend vor Groll ob er auf seiner Tochter sitzen bleiben soll.
Doch die Masse bleibt stumm und dreht sich voll Ekel vor der Tochter um.
Da erbarmt sich ein Jüngling stockbesoffen und lässt den König wieder hoffen.
Schwankend tritt er vor den King und schlägt erst mal der Länge nach hin.
Schaut gierig auf die bucklige Maid in der Hoffnung auf eine schöne Zeit.
Er tritt zitternd an die Klippe, im Mund noch eine letzte Kippe.
Er springt in die Suppe von Geilheit getrieben, kein andrer soll die Kleine kriegen.
In dicke Fäkalien sinkt er nun ein, viel zu zäh scheint die Brühe zu sein.
Es streifen den Taucher auch feste Brocken, die ihm ein leichtes Würgen entlocken.
Durch die Massen kämpft er sich vor, durch Abfall der schon vor Jahren vergor.
Umklammert die Münze mit zittrigen Fingern, um mit der Maid durchs Ländle zu tingern.
Der Taucher rudert mit letzter Kraft und hat es bis zum Ufer geschafft.
Winselnd und kotzend liegt er am Boden, aber - er hat den Zaster gehoben.
Zum König kriecht er auf allen vieren und tut den ganzen Weg beschmieren.
Erblickt die Tochter diese Zecke und kotzt gleich nochmal an die Hecke.
Nüchtern ist nun der mutige Schwimmer und will die hässliche Tochter nimmer.
Und die Moral von dem Geschichtlein... Lass Dich besoffen nicht aufs Tauchen ein

90 Prozent der Tiefsee-Fische können im Dunklen leuchten

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