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Für uns war es der erste Indonesienurlaub und über Scuba-Native Tauchreisen hat uns Angie diese Reise organisiert. Die Buchung lief super und selbst nach Reisebestätigung hat uns Angie auf eine günstigere Flugklasse umgebucht, so dass etwas Geld übrig war. Für mich erwähnenswert, da nicht überall selbstverständlich und von Angie völlig selbstlos - super.

 

txt 2 Im Bungie standen zwei Boxen, in die wir unsere Tauchausrüstung reinlegen sollten und danach war sie weg. Wir sahen sie nur vorbereitet, vormontiert auf dem Boot und am Ende des Urlaubs wieder. Alles andere haben unsichtbare Geister gemacht. Der Bungie war landestypisch in Holz mit Terrasse (inkl. Hängematte), weiches Bett mit Moskitonetz, reichlich Schrank, Ablagefach, Steckdosenleiste für die vielen Ladegeräte und ein Lüfter.

Im Bad, welches abgesetzt hinter den Bungie durch eine Tür verbunden ist, ein WC europäischer Art und das Mandi (Schöpfbad) und natürlich Waschbecken, Spiegel etc.

Am nächsten Tag waren wir dann am Strand mit Salmon tauchen, durch die Reise waren wir noch etwas müde, so dass wir nicht früh 8 Uhr mit aufs Boot wollten. Unser Wunsch wurde natürlich prompt erfüllt. Alle anderen Tage waren mit dem Boot tauchen, früh 8:00 Uhr ging’s los und wenn der Tauchplatz etwas weiter weg war, blieben wir zur Oberflächenpause draußen, sonst fuhren wir zurück ins Resort. Ca 11:00 Uhr war der 2. Tauchgang des Tages und danach ging's zum Mittagessen wieder zurück. Wer wollte konnte mit den Guides einen weiteren TG vereinbaren. Getaucht wurde immer mit einen Guide pro Taucherpaar. Was die Guides unter Wasser gemacht haben, sucht seines gleichen (wir sind am Anfang mit Salmon und Anke getaucht, später und für den Rest des Urlaubs war Victor unser ständiger Begleiter). Victor ist immer etwas vor, um die vielen kleinen Geheimnisse zu suchen und hat sie uns dann gezeigt. Während wir geschaut und fotografiert haben, hat Victor schon weiter gesucht. Wir haben Sachen gesehen, wo wir bis dahin nicht einmal ansatzweise wussten, dass es sie gibt. X Arten von Schnecken, Schaukelfische, Anglerfische, Wonderpus, Boxerkrabben, Bobbit-Wurm, Mandarinfische und und und… Ich glaube so individuelles Tauchen als begleiteter Tauchgang gibt nur selten noch, außer man kauft sich einen persönlichen Guide.

txt 4txt 3Die Jungs kann man gar nicht genug loben. Wer denkt er muss wie teilweise in Ägypten 1 Stunde dem Guide hinterher paddeln, der irrt sich gewaltig. Hat man irgendwo etwas länger geschaut, hat er gewartet bis man ein Zeichen gegeben hat. Leihausrüstung hatten wir keine, aber was wir gesehen haben war ok und die Flaschen waren immer gut gefüllt. Wenn mal eine nicht so voll war wurde sie gleich getauscht. Getaucht wurde bis der Tank alle war (was bei uns aber nicht soo lange war) oder bis man hoch wollte. Das Boot war dann zur Stelle. Die Bootscrew war immer sehr nett und hat raus und rein geholfen (Kamera gereicht oder abgenommen). Auf dem Boot gab’s dann Wasser, Tee, Cola, Sprite und Kekse. In der Bucht sind auch Mandarinfische, die es uns etwas angetan haben, so dass wir drei mal abends dort waren. Einmal sogar 105 Minuten, Victor hat gefroren wie ein Schneider, aber er hat super durchgehalten und da ich eine Videokamera mit hatte, hat er sogar den "Beleuchter" mit meiner Lampe gemacht, war einfach Klasse. Essen war super. Keine Großküche sondern Hausmannskost indonesischer Art mit Einflüssen aus Europa. Verschiedene Sorten Fleisch, Fisch, Salat und immer Obst, alles war vorhanden. Auswahl war natürlich keine 1000-Leute Hotelküche, aber was da war hat immer geschmeckt, so dass man nicht das Gute "raussuchen" musste, wie in so manchen Hotel. Und das sage ich, der nur ißt was der Bauer kennt. Früh gibt’s Kaffee, wenn man möchte indonesisch - nicht schlecht. Natürlich Brot (selbstgebacken - lecker), Toast, Konfitüre, Aufstrich etc. und etwas herzhaftes wie gebratene Eier oder Würstchen. Ansonsten konnte man sich jederzeit mit Wasser, Tee, Kaffe, Cola, Sprite etc. bedienen, war alles inkludiert. Lediglich Bier war kostenpflichtig, der Preis aber moderat - also kein Problem. Andere alkoholische Getränke sind nicht, weil es in Indonesien sehr teuer ist (Flasche Wein 40 Euro, wer will das schon). Wer Wert darauf legt, so würde es Anke mit Sicherheit irgendwie besorgen.

txt 5 Zum Abendessen hat sich die Belegschaft (Guides, Bootscrew) immer zum Musik Machen auf Gitarren und selbstgebauten Schlagzeug eingetroffen. Erstaunlich gut, hat Freude gemacht zuzuhören. Allgemein sind alle dort ein fröhliches Volk, immer ein Lied auf den Lippen und scheinbar nie schlechte Laune (an der Stelle Schande über uns Deutsche). Es gibt eine Sitzecke, wo sich alle abends zum Plausch getroffen haben. Unterstützung bieten x Bestimmungsbücher. Die Guides waren dann auch dabei und haben bei der Bestimmung der am Tage gesehenen Tiere mitgeholfen. Ehrlich für mich teilweise nur böhmische Dörfer, war ja viel Schneckenlatein. Zum Resort, Insel mit Postkartenstrand. Man konnte die Insel in etwa 45 Minuten umrunden, Ankes drei vierbeinigen Mitbewohner haben uns dabei begleitet. Außer den Hunden sind noch ein paar Katzen, die man aber selten sieht und ein Kuskus (wenn er nicht bereits freigelassen wurde). Die Hunde sind kein Problem, ganz liebe Tiere.

txt 6 Ins Inselinnere sind wir nicht rein, zu dicht bewachsen, ist ja immerhin Regenwald. Alles in allem war es ein Urlaub, den wir mit Sicherheit sehr lange in sehr guter Erinnerung haben werden. Weiterempfehlung müsste man wegen Befürchtung der Überbelegung fast verbieten ;-). Wie man so schön sagt ein echter Geheimtipp, schon alleine wegen der Vielzahl an außergewöhnlichen Lebewesen. Anke, Salmon und ihr Team verzieren dieses Sahnehäubchen noch mit einem Goldrand.

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